Waffenlexikon · Munitionstechnik

Flintenmunition

19 Fachbegriffe aus dem Bereich Munitionstechnik, kurz erklärt – Quellen stehen auf der jeweiligen Begriffsseite.

Bleischrot
Schrot aus Blei beziehungsweise einer Bleilegierung.
Bördelverschluss auch Rollverschluss
Verschlussart, bei der der Rand des Hülsenmunds über eine Abschlusskomponente eingerollt ist.
Deckung auch Schrotdeckung
Anteil beziehungsweise Verteilung der Schrottreffer innerhalb einer definierten Prüffläche auf festgelegte Entfernung. Ohne Entfernung, Prüffläche und Patrone ist eine Deckungsangabe unvollständig.
Flintenlaufgeschoß auch Flintenlaufgeschoss, FLG, Slug
Einzelgeschoß für dafür geeignete Flintenpatronen. Flintenlaufgeschoß bezeichnet eine Geschoßklasse; Brenneke ist zusätzlich ein Hersteller- und Produktname.
Patronenlagerlänge der Flinte auch Lagerlänge, 12/70, 12/76
Längenmaß des für die Patrone vorgesehenen Flintenpatronenlagers. Bei 12/70 steht 12 für das Flintenkaliber und 70 für die nominelle Länge der geöffneten Hülse in Millimetern, nicht für die Länge der verschlossenen Patrone.
Schrot
Mehrere kleine, üblicherweise kugelförmige Geschoße, die gemeinsam als Ladung verschossen werden. Der Ausdruck legt den Werkstoff nicht fest.
Schrotbecher
Becherförmiger Bestandteil des Zwischenmittels, der die Schrotladung aufnimmt und während des Laufdurchgangs vom Lauf trennt.
Schrotgarbe
Räumliche Verteilung der Schrotkörner nach dem Verlassen des Laufs. Eine Garbe besitzt neben Breite und Höhe auch eine zeitlich beziehungsweise räumlich gestreckte Tiefe.
Schrotkorngröße auch Körnung, Schrotdurchmesser
Durchmesser des einzelnen Schrotkorns, zweckmäßig in Millimetern angegeben.
Schrotkornnummer
Nummer zur Kennzeichnung einer Schrotkorngröße innerhalb eines bestimmten nationalen beziehungsweise herstellerspezifischen Systems. Gleiche Nummern bedeuten nicht weltweit denselben Durchmesser.
Schrotpatrone
Patrone, deren Geschoßladung aus mehreren Schrotkörnern besteht. Sie enthält zusätzlich zu Hülse, Zündelement und Pulver üblicherweise Zwischenmittel beziehungsweise einen Schrotbecher.
Schrotvorlage auch Schrotladung
Gesamtmasse der Schrotkörner einer Patrone. Gleiche Vorlage bedeutet bei unterschiedlichen Korngrößen nicht gleiche Kornzahl.
Stahlschrot auch Weicheisenschrot
Übliche Bezeichnung für Schrot aus Weicheisen beziehungsweise niedrig gekohltem Stahl. Stahlschrot ist nicht dasselbe wie jedes beliebige bleifreie Schrotmaterial.
Sternverschluss
Verschlussart einer Schrotpatrone mit sternförmig eingefaltetem Hülsenmund.
Streukreuz
Einsatz innerhalb der Schrotladung, der die Verteilung der Schrote nach dem Mündungsaustritt beeinflusst.
Streupatrone
Schrotpatrone mit einer Konstruktion zur stärkeren Aufweitung der Schrotverteilung auf den vorgesehenen Entfernungen.
Wismutschrot auch Bismutschrot
Bleifreier Schrotwerkstoff auf Wismutbasis. Die Eignung einer konkreten Patrone für eine Flinte ist produkt- und waffenabhängig.
Wolframschrot auch Tungsten Shot
Schrot aus wolframhaltigen Werkstoffen oder Verbundmaterialien. Wolframgehalt, Dichte und Härte unterscheiden sich zwischen den Produkten.
Zwischenmittel auch Pfropfen, Wad
Bauteil zwischen Treibladung und Schrotladung zur Trennung, Gasabdichtung und je nach Bauart Polsterung.

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