Waffenlexikon · Optik

Montage und Schnittstellen

15 Fachbegriffe aus dem Bereich Optik, kurz erklärt – Quellen stehen auf der jeweiligen Begriffsseite.

Adapterplatte auch Optikadapter
Zwischenbauteil zur Verbindung zweier bestimmter mechanischer Schnittstellen. Die Freigabe muss zur Kombination aus Waffe, Platte und Optik passen.
Einhakmontage auch Suhler Einhakmontage, Ferlacher Einhakmontage
Abnehmbare Montage mit eingepassten Einhakfüßen und zugehörigen Aufnahmen. Suhler und Ferlacher Ausführungen gehören zu dieser traditionellen Montagegruppe.
Mittelrohrdurchmesser auch Tubusdurchmesser
Außendurchmesser des für die Ringbefestigung vorgesehenen Zielfernrohrabschnitts. Ein größerer Tubus ist für sich kein Nachweis höherer Lichttransmission.
Montagehöhe auch Bauhöhe
Höhenmaß einer Montage zwischen festgelegten Bezugsflächen beziehungsweise zur Optikachse. Hersteller verwenden unterschiedliche Bezugspunkte; die Zahl allein ist daher nicht immer direkt vergleichbar.
Optics Ready auch OR, optikvorbereitet
Herstellerbezeichnung für eine Waffe mit vorbereiteter Aufnahme für eine Zieloptik. Sie bedeutet nicht, dass jede Optik ohne zusätzliche Platte direkt passt.
Optikschnittstelle auch Footprint
Mechanisches Anschlussbild einer Optik aus Auflageflächen, Befestigungspunkten und gegebenenfalls Rückstoßabstützungen. Ähnlich aussehende Footprints können sich funktional unterscheiden.
Picatinny Schiene auch MIL-STD-1913 Schiene
Montageschnittstelle mit festgelegtem Profil und regelmäßig angeordneten Quernuten. Die Kompatibilität einer konkreten Montage muss anhand ihrer Schnittstelle geprüft werden.
Ringmontage
Montage, die das Mittelrohr des Zielfernrohrs mit passend dimensionierten Ringen hält. Der Ringdurchmesser richtet sich nach dem Mittelrohr, nicht nach dem Objektivdurchmesser.
Sattelmontage
Bauart einer abnehmbaren Optikmontage, die an dafür vorgesehenen Aufnahmen der Waffe verriegelt. Der Begriff bezeichnet kein zwischen allen Herstellern einheitliches Anschlussmaß.
Schienenmontage
Befestigung über eine am Zielfernrohr vorgesehene Montageschiene. Unterschiedliche Schienensysteme sind nicht automatisch miteinander kompatibel.
Schwenkmontage
Abnehmbare Montage, bei der das Zielfernrohr über eine vordere Lagerung eingeschwenkt und hinten verriegelt wird.
Vorneigung auch Montagevorneigung
Gezielter Winkel zwischen Montage- beziehungsweise Optikachse und der Waffenbezugsachse. Sie verändert die Lage des nutzbaren internen Verstellbereichs und nicht dessen konstruktive Gesamtgröße.
Weaver Montage auch Weaver Schiene
Montagesystem mit seitlicher Klemmung und Quernut zur Aufnahme eines Rückstoßstegs. Es ist dem Picatinny-System ähnlich, aber nicht vollständig gleichzusetzen.
Wiederholgenauigkeit auch Return to Zero
Fähigkeit einer Montage oder Verstellung, nach einem Wechsel beziehungsweise Verstellzyklus zur gleichen Ausgangslage zurückzukehren. Eine Herstellerangabe benötigt definierte Prüfbedingungen.
Zielfernrohrmontage auch Optikmontage
Verbindung zwischen Waffe und Zieloptik zur definierten mechanischen Befestigung und Ausrichtung.

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Das Waffenlexikon erklärt technische Fachbegriffe. Es ist keine Rechtsberatung und enthält keine Ladedaten oder Anleitungen zur Bearbeitung von Waffen. Fragen zu Erwerb, Besitz und Führen beantwortet unser Ratgeber Waffenrecht. Stand: 08.11.2026.

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